What is the job of a spy

007: A spy by profession

<p>Auch ich finde es gut, dass an die Öffentlichkeit gegangen wird, um das Image loszuwerden. Also ich denke, dass es ein relativ trockener und aktenlastiger Job ist, aber vielleicht doch spannend, wenn man jetzt nicht dieses James-Bond-Image haben will. Ich hätte mich da fast beworben, also ich habe da mich schon informiert, also über die Bundeswehr habe ich das gemacht. Ich weiß auf jeden Fall, dass der Bundesnachrichtendienst trotzdem immer noch viele, nennt man nicht mehr Agenten, aber sind es im Endeffekt, im Ausland hat, die quasi dort personenbezogen arbeiten. Das ist natürlich ein Fakt, aber es geht natürlich nicht so, wie man in den Filmen sieht. Ich weiß nicht, das hört sich so gefährlich an.</em><br /><br />...meinen diese Heidelberger Studenten über den Arbeitgeber Bundesnachrichtendienst – kurz BND. Der war früher ein geheimnisvoller Geheimdienst. Doch seit einigen Jahren ist er viel offener geworden. Der Grund: Nachwuchssorgen. Der deutsche Auslandsgeheimdienst braucht ständig gute neue Mitarbeiter, weit über einhundert im Jahr. Deshalb tritt er inzwischen sogar auf Job-Börsen mit einem eigenen Stand auf. Auf der Homepage des BND gibt es aktuelle Stellenangebote. Thomas Franken ist für den Bereich Personalmarketing beim BND zuständig.<br /><br /><em>Den klassischen Diplom-Spion werden wir wohl kaum von irgendeiner deutschen Hochschule als Absolvent erwarten können. Was wir erwarten sind Bewerber, die ein besonderes Interesse an Außen- und Sicherheitspolitik haben, die neben der Primärqualifikation einen guten Studienabschlusses auf jeden Fall Fremdsprachenkenntnisse mitbringen, die über Auslandserfahrung verfügen und ein Interesse an nachrichtendienstlicher Tätigkeit haben.</em><br /><br />Der Preis für diese neue Offenheit: Mehr als 10.000 Bewerber zählte Thomas Franken im letzten Jahr. Auch, weil Agentenromantik à la James Bond immer noch das Bild der Geheimdienste prägt.<br /> <br /><em>Das ist für uns durchaus problembehaftet, weil es sehr viel Aufwand macht, diese Bewerber zu selektieren, die letztendlich nicht ins weitere Einstellungsverfahren gehen. Was in vielen Fällen Bewerbungsmotivation ist, ist garantiert eine gewisse Abenteuerlust, in vielen Fällen auch einfach Neugier, was sich hinter diesem Arbeitgeber verbirgt. Da sind viele überrascht, welche Tätigkeiten da auf sie warten.</em><br /><br />Gesucht werden Spezialisten aus allen Bereichen, besonders IT-Fachleute und Informatiker. Aber auch Menschen mit ausgefallenen Studienabschlüssen arbeiten beim BND, vom Agrarökonomen, über Ethnologen, Meteorologen, Ozeanografen bis hin zu Veterinärmedizinern. Die akademischen Mitarbeiter des Nachrichtendienstes kommen aus rund 85 Fachdisziplinen.<br /><br />Die meisten der rund 6000 Beschäftigten des Bundesnachrichtendienstes müssen viel Arbeit am Schreibtisch erledigen und Daten auswerten. Daneben gibt es aber auch Auslandsaufenthalte. Gute Sprachkenntnisse und Kontaktfreudigkeit sind da Voraussetzung, sagt BND-Pressesprecherin Michaela Heber.<br /><br /><em>Wenn man im Ausland arbeitet und Informationen für die Bundesregierung sammelt, muss man auch die Fähigkeit haben, auf Personen zuzugehen und sie anzusprechen.</em><br /><br />...um so Quellen für Informationen im Ausland zu erschließen. BND-Agenten werden nach dem Bundesangestelltentarif bezahlt. Dazu kommt noch eine Sicherheitszulage von 50 bis 190 Euro pro Monat. Sie wird auch für die Einschränkungen bezahlt, die die Geheimdienstmitarbeiter in Kauf nehmen müssen. Sie dürfen zum Beispiel nicht überall Urlaub machen.<br /><br /><em>Also es ist so, dass das Bundesinnenministerium jedes Jahr eine Liste rausgibt mit Staaten mit besonderen Sicherheitsrisiken. In diese Länder darf der Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes nicht reisen. Und Partner aus diesen Ländern sollten eben auch nicht geheiratet werden. Wobei, wo die Liebe hinfällt sind keine Schranken und man kann es ja nun nicht wirklich verhindern.</em><br /><br />2008 wird der Bundesnachrichtendienst von Pullach bei München nach Berlin umziehen. Dann müssen weitere Stellen besetzt werden, weil nicht alle Mitarbeiter umziehen wollen. Auch der internationale Terrorismus wird wohl weiter dafür sorgen, dass Spitzeln nach wie vor Zukunft hat und ein krisensicherer Job bleibt.</p>